» SkeletonDer deutsche Skeletonsport 2011/2012Skeleton, eine waghalsige Sportart, bei der sich die Athleten mit Geschwindigkeiten von über 140 km/h auf dem Bauch liegend auf einem speziellen Rodelschlitten einen Eiskanal hinunterstürzen, ist zwar eine spektakuläre, aber bisweilen außerhalb der olympischen Wettbewerbe, bislang wenig beachtete Wintersport-Disziplin. Sie stehen im Schatten von Biathleten, Langläufern und Bobfahrern. Für Männer und Frauen seit 1926 bzw. 2002 olympisch, nahm Skeleton bereits 1884 seinen Ursprung in den berühmten Kurorten Davos und St. Moritz in der Schweiz, wo sich das Rodeln vor allem bei Kurgästen großer Beliebtheit erfreute. International ist der Skeletonsport seit 1923 (zusammen mit dem Bobsport) in der Fédération Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing (FIBT) organisiert, während der deutsche Verband der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) ist, welcher auch für die deutschen Rennrodler zuständig ist. Zugeordnet wird der Skeletonsport dem Bobsport - trotz seiner äußerlich größeren Ähnlichkeit des Skeletonschlittens zum Rennschlitten der Rennrodler. Der Skeleton (engl.: Skelett) ist ein schwerer, niedriger Sportschlitten mit geschlossener Stahlkufe (38 cm Spurweite) und besteht aus einer seitlich hochgezogenen starren Wanne mit Haltebügeln und seitlichen Prallbügeln vorne und hinten. Gesteuert wird der Rennschlitten durch Gewichtsverlagerung oder mit den Schuhen. Der FIBT hat das bisherige Mindestalter von 18 Jahren zu Beginn der Saison 2011 / 2012 für Skeletonfahrer auf 15 Jahre und auf 16 Jahre für Bobfahrer gesenkt. Hintergrund der Änderungen sind die Olympischen Jugend-Winterspiele in Innsbruck vom 13. bis 22. Januar 2012 (Österreich). Die Saison 2010 / 2011 endete für die deutschen Skeleton mit beeindruckenden Erfolgen: Die deutschen Skeleton-Damen haben bei den Heim-Weltmeisterschaften am bayerischen Königssee mit Gold für Marion Thees (BSR Rennsteig Oberhof), die damit als erste Skeleton-Weltmeisterin überhaupt ihren Titel erfolgreich verteidigen konnte, einen Doppelerfolg gefeiert. Silber gewann Lokalmatadorin Anja Huber (RC Berchtesgaden) vor der Kanadierin Mellisa Hollingsworth. Bei den Herren gewann Frank Rommel (TSC Zella-Mehlis) Bronze und damit die insgesamt sechste Medaille für den deutschen Bob- und Schlittenverband. Der 26-Jährige musste sich nur dem „Dominator“ des Winters, Martins Dukurs aus Lettland, der sich überlegen seinen ersten WM-Titel sicherte, sowie dem zweitplatzierten Russen Alexander Tretiakov geschlagen geben. |
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