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Skeleton Weltcup-Saisonauftakt in Igls

Beim 1. Viessmann FIBT-Weltcup in Innsbruck/Igls beginnt für die deutschen Skeletonis die Weltcup-Saison 2011/2012. 

Natürlich liegen die Weltcup-Gesamtsiegerin Anja Huber (RC Berchtesgaden) und Weltmeisterin Marion Thees (BRC 05 Friedrichroda) bei den Erwartungen ganz vorne, während bei den Herren Routinier Frank Rommel (TSC Zella-Mehlis) das deutsche Teilnehmerfeld anführt.

Die Nominierung für die Weltcup-Mannschaft war indes für Cheftrainer Jens Müller alles andere als einfach: Nach dem zweiten und finalen Selektionsrennen am bayerischen Königssee hatte sich allein Alex Gassner (BSC Winterberg) mit starken und stabilen Leistungen für den Weltcup qualifizieren können.
Auf der kommenden WM-Bahn in Lake Placid wurde danach ein weiteres Testrennen im Rahmen der Internationalen Trainingswoche angesetzt, um die letzten Startplätze bei den Damen und Herren zu ermitteln. Diese sicherten sich schließlich Katharina Heinz (RSG Hochsauerland) und Junioren-Weltmeister Alexander Kröckel (WSV Oberhof).

» Terminkalender Skeleton-Saison 2011/2012 

Der deutsche Skeletonsport 2011/2012

Skeleton, eine waghalsige Sportart, bei der sich die Athleten mit Geschwindigkeiten von über 140 km/h auf dem Bauch liegend auf einem speziellen Rodelschlitten einen Eiskanal hinunterstürzen, ist zwar eine spektakuläre, aber bisweilen außerhalb der olympischen Wettbewerbe, bislang wenig beachtete Wintersport-Disziplin. Sie stehen im Schatten von Biathleten, Langläufern und Bobfahrern.

Für Männer und Frauen seit 1926 bzw. 2002 olympisch, nahm Skeleton bereits 1884 seinen Ursprung in den berühmten Kurorten Davos und St. Moritz in der Schweiz, wo sich das Rodeln vor allem bei Kurgästen großer Beliebtheit erfreute. International ist der Skeletonsport seit 1923 (zusammen mit dem Bobsport) in der Fédération Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing (FIBT) organisiert, während der deutsche Verband der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) ist, welcher auch für die deutschen Rennrodler zuständig ist.  Zugeordnet wird der Skeletonsport dem Bobsport - trotz seiner äußerlich größeren Ähnlichkeit des Skeletonschlittens zum Rennschlitten der Rennrodler.

Der Skeleton (engl.: Skelett) ist ein schwerer, niedriger Sportschlitten mit geschlossener Stahlkufe (38 cm Spurweite) und besteht aus einer seitlich hochgezogenen starren Wanne mit Haltebügeln und seitlichen Prallbügeln vorne und hinten. Gesteuert wird der Rennschlitten durch Gewichtsverlagerung oder mit den Schuhen.

Der FIBT hat das bisherige Mindestalter von 18 Jahren zu Beginn der Saison 2011 / 2012 für Skeletonfahrer auf 15 Jahre und auf 16 Jahre für Bobfahrer gesenkt. Hintergrund der Änderungen sind die Olympischen Jugend-Winterspiele in Innsbruck vom 13. bis 22. Januar 2012 (Österreich).

Die Saison 2010 / 2011 endete für die deutschen Skeleton mit beeindruckenden Erfolgen:

Die deutschen Skeleton-Damen haben bei den Heim-Weltmeisterschaften am bayerischen Königssee mit Gold für  Marion Thees (BSR Rennsteig Oberhof), die damit als erste Skeleton-Weltmeisterin überhaupt ihren Titel erfolgreich verteidigen konnte, einen Doppelerfolg gefeiert. Silber gewann Lokalmatadorin Anja Huber (RC Berchtesgaden) vor der Kanadierin Mellisa Hollingsworth
Die Olympia-Dritte aus Berchtesgaden gewann zudem erstmals in ihrer Karriere den Skeleton-Gesamtweltcup. Im italienischen Cesana setzte sie sich vor der Oberhoferin Marion Thees durch und feierte beim Finale ihren vierten Saisonsieg. 

Bei den Herren gewann Frank Rommel (TSC Zella-Mehlis) Bronze und damit die insgesamt sechste Medaille für den deutschen Bob- und Schlittenverband. Der 26-Jährige musste sich nur dem „Dominator“ des Winters, Martins Dukurs aus Lettland, der sich überlegen seinen ersten WM-Titel sicherte, sowie dem zweitplatzierten Russen Alexander Tretiakov geschlagen geben.
Der Weltcup-Endstand bei den Herren lautete nach acht von acht Rennen: 1. Martins Dukurs (LAT), 2. Sandro Stielicke (BSC Winterberg), und Platz 3 konnte sich Frank Rommel sichern.